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Übergewicht -> Was kann ich selbst tun? -> Kinder / Jugendliche

 

Wie Sie gemeinsam mit Ihrem Kind gegen das Übergewicht angehen können

Folgendes sollten Sie berücksichtigen:

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung nach dem "optimiX-Prinzip" des Forschungsinstituts für Kinderernährung Dortmund:

- Reichlicher Verzehr pflanzlicher Lebensmittel (Obst, Gemüse, Salat, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte)
- Mäßiger Verzehr tierischer Lebensmittel (Fleisch, Wurst, Eier, Milchprodukte)
- Sehr sparsame Verwendung von Speisefetten (Butter, Margarine, Bratfette, Öle) und anderen fetten Speisen (z.B. Frittiertes)
- Auswahl von Lebensmitteln mit hoher Nährstoffdichte (wenig Kalorien, aber viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente)
- Wenig Süßigkeiten und gezuckerte Getränke (z Cola, Limonaden, Fruchtnektare)
- Vielseitig essen, aber nicht zu viel
- Mehr Vollkornprodukte
- 1-1,5 Liter am Tag trinken, vor allem Wasser, Saftschorlen, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees
- Schmackhafte und nährstoffschonende Zubereitung
- Auf eine ausreichende Calcium-Zufuhr achten (fettarme Milch und Milchprodukte, calciumreiches Mineralwasser)

Sparen Sie Fett beim Garen und Zubereiten von Speisen:

- statt Sahne/ Creme fraiche: saure Sahne (nur 1/3 soviel Fett)
- statt Binden von Soßen mit Ei, Butter, Sahne: püriertes Gemüse
- statt Sahnequark: Magerquark mit Mineralwasser aufgeschlagen
- statt Sahne-/ French-/Americandressing: Joghurtdressing
- statt Mayonnaise: fettreduzierte Salatcreme oder Mayonnaise mit Joghurt "verlängern"
- Fett von Soßen und Suppen abschöpfen
- Fettrand vom Fleisch wegschneiden
- bei Bratgut das anhaftende Fett mit Küchenpapier aufsaugen
- streichen Sie die Butter dünn aufs Brot. Verwenden Sie evtl. sogar Halbfettbutter bzw. -margarine.
- auf verborgene Fette achten

Achten Sie auf verborgene Fette - vor allem in Kinderlebensmitteln, Milchprodukten, Fertiggerichten, Wurst, Soßen und Gebäck. Hier ein paar Beispiele, wie Sie durch den Austausch bestimmter Lebensmittel Fett sparen können (wenn nicht anders vermerkt:

Angabe pro 100g Lebensmittel:

Salami (30g):10g Fett gegen gek.Schinken (30g): 1g Fett
Sahnejoghurt (150g): 15g Fett gegen fettarmen Joghurt (150g): 2g Fett
Camembert (50%): 26g Fett gegen Edamer (30%): 16g Fett
Nuss-Nougat-Creme: 35g Fett gegen Honig, Marmelade: 0g Fett
Schokolade: 33g Fett gegen Weingummi, Lakritz : 0g Fett
Karamellpudding: 20g Fett gegen Rote Grütze/Götterspeise: 0g Fett
Kartoffelchips (50g): 20g Fett gegen Salzstangen (50g): 0g Fett


Tipps zum Bewegungsverhalten

- Lieber lange langsam (keine Kraftakte, die das Kind nur kurze Zeit durchhält)
- Bevorzugt schwimmen und Rad fahren, da das Gewicht dabei getragen wird
- Vor allem am Wochenende Bewegung für die ganze Familie
- Mehr körperliche Aktivität im Alltag (zur Schule gehen/ mit dem Rad fahren statt Auto oder Bus; Treppen statt Aufzug)
- Weniger Inaktivität (täglichen Fernseh- und Computerkonsum auf jeweils 1 Std. beschränken; feste Sendungen oder Zeiten vereinbaren und kontrollieren)


Und noch ein paar allgemeine Tipps zum Essverhalten:

- Vor/während des Essens Wasser trinken (fördert die Sättigung)
-- Kinder die Mahlzeiten mitgestalten lassen (gemeinsam einkaufen, kochen)
Portionsgröße vor dem Essen festlegen (bereits in der Küche aus dem Topf direkt auf den Teller füllen, keine Schüsseln auf den Tisch stellen)
- "Nachschlag" erst nach einer Pause von ca. 15 Minuten, denn erst dann setzt das Sättigungsgefühl ein
- Langsam essen (Genuss; Sättigungsgefühl wird eher bemerkt)
- Pausenverpflegung mitgeben, kein Geld
- "Schatztruhe" einrichten: beinhaltet alle Süßigkeiten, die in einer Woche verzehrt werden dürfen. Das Kind entscheidet über den Zeitpunkt des Verzehrs, die Eltern über die Menge und die Art der Süßigkeiten (bevorzugt fettarm, z.B. Weingummi, Lakritz, Popcorn, Löffelbiskuit)
- Versuchungen möglichst gering halten (keine Süßigkeiten offen herumliegen lassen, keine großen Vorräte)
- Verhalten des Kindes loben
- Verhalten des Kindes bewerten, nicht sein Gewicht oder seine Person
- Konsequent sein
- Alle in der Familie gleich behandeln (keine Ausgrenzung, gemeinsame Veränderung der Lebensgewohnheiten)
- Viele essen aus Frust oder Langeweile. Gemeinsam Alternativen erarbeiten und einüben

(Quelle: Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter; zusammengestellt von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin)

 

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